Aufzeichnungen belegen, dass schon im Jahrhundert vor Christus im europäischen Mittelmeerraum mit der Kultivierung von Weinreben begonnen wurde. Für den noch immer grossen Erfolg des edlen Tropfens sind vor allem die Römer verantwortlich. Diese organisierten den Weinanbau im grossen Stil und legten die berühmten Weinbaugebiete an. Noch heute boomt der Handel mit dem edlen Tropfen in Europa, das mengen- und qualitätsmässig als weltweit grösster Weinproduzent gilt. Die grössten Weinbaugebiete liegen in Frankreich und Italien, aber auch Spanien, Portugal sowie Deutschland und Österreich sorgen für beste Qualitätsweine.

Wein ist vor allem ein Genussgetränk, das gerne zum Essen oder beim Ausgehen getrunken wird. Immer grösserer Beliebtheit erfreut sich aber auch die Weindegustation, bei der der Wein nicht eine Neben-, sondern eindeutig die Hauptrolle spielt. Weinschulen wie Academie.org bieten eigene Kurse an, die dem Teilnehmer die richtige Verkostungstechnik näherbringen. Hier ein paar Tipps vorab:

Ein wichtiger Teil der Weinverkostung ist die Beurteilung des Aussehens. Das Glas, das maximal zu einem Drittel gefüllt sein sollte, wird dabei in einem Winkel von 45° vor einen farblosen Hintergrund gehalten. Einen jungen Rotwein erkennt man an einem Farbton, der von blassrosa bis purpurrot reicht, einen alten Wein an seiner bräunlichen Farbe. Beim Weisswein gilt: Junge und leichte Weissweine sind eher strohgelb, während die Farbe älterer oder süsserer Tropfen eher ins Goldgelbe geht.
Dem Aussehen folgt der Duft. Auf einer glatten Oberfläche werden mit dem Glas ein paar Kreise gezeichnet, sodass der Wein in Bewegung kommt. So kann das Bukett des Weines am besten erschnuppert werden.
Last, but not least: der Geschmack. Dieser wird mittels kräftigen Schlucks getestet. Der gesamte Mund sollte mit dem Wein benetzt werden. Beurteilt werden die einzelnen Geschmacksnoten wie Säure oder Fruchtigkeit sowie der Abgang.