Ich schätze stilvolle Stühle – und die optische Veränderung sowohl daheim als auch beim Mobiliar in meinem Architekturbüro. Manchmal spüre ich es genau: Ehe ich mich in eine neue Ausschreibung hineinstürze und plane, entwerfe und zeichne, brauche ich zumindest teilweise ein neues Interieur. Natürlich werfe ich nicht meine gesamten Büromöbel hinaus, aber so flexible Möbelstücke wie Stühle lassen sich gut austauschen. Manche lagere ich ein, andere nehme ich mit nach Hause. Ich lebe allein und gehe daher niemandem mit meinem Faible für Stühle auf den Geist. Im Gegenteil: Meine engsten Freunde taxieren häufig bei ihren Besuchen, welche Sitzmöbel ich diesmal entsorgt habe – und welche neu hinzugekommen sind.

Geradezu paradiesisch und eine nie versiegende Quelle sind für mich die Angebote von Tradingzone. Hochwertige, exklusive, zweckmässige Stühle aller Art bietet dieses Unternehmen an, darunter sind echte Kultobjekte von Vitra oder Thonet. Mit meinem Kombi bin ich häufig unterwegs und besuche die entsprechenden Liquidationen in Rümlang, Biberist oder Landquart im Kanton Graubünden. Mir ist keine Fahrt zu weit, um zu checken, wie der Stuhl, der mir vorschwebt, real ausschaut. Ob er Gebrauchsspuren aufweist, die mir eine Geschichte erzählen. Assoziationen inspirieren mich und geben meiner Kreativität Nahrung. Schon deshalb erlaube ich mir meinen kleinen Spleen mit den Stühlen. Und wenn ich diese zudem noch günstig erwerbe, habe ich überhaupt kein schlechtes Gewissen, sondern empfinde echte Freude bei jedem Schnäppchen.