Mit 16 habe ich mal einen vierwöchigen Schüleraustausch gemacht und war vier Wochen lang zu Gast bei einer Familie in Lausanne. Es war schlichtweg ein Traum, den ich damals erlebte, denn man kümmerte sich rührend um mich und scheute keine Mühe, mir möglichst viel von der Schweiz zu zeigen. Alles, was ich von damals noch erinnere, wollte ich nun 40 Jahre später wiedersehen. Und mir bei der Gelegenheit auch noch Basel und Zürich anschauen, wohin ich seinerzeit nicht gekommen war.

So eine Reise braucht einiges an Vorbereitung, sollten doch Ziele wie Genf, Montreux, Biel, Bern, Aarau, der Lago Maggiore und Lugano miteinander verbunden werden – zuzüglich der genannten Städte Basel und Zürich. Allein die Wahl und Reservierung der entsprechenden Unterkünfte erforderte einige Zeit und viel Sorgfalt. Denn ich musste mich auch unter dem finanziellen Aspekt damit beschäftigen. Ob unter der Kategorie günstiges Hotel Zürich oder gar Genf überhaupt “mitspielen” würden, war mir zunächst nicht recht klar.

Doch ich hatte Glück, da ich bereits ein halbes Jahr im Voraus geplant hatte. Ich konnte in Zürich im Comfort Hotel Royal buchen, was sich für mich als Bahnreisende als ideal erwies. Zwar waren meine damaligen Touren durch die Schweiz in der Familienkutsche auf vier Rädern erfolgt, doch inzwischen bin ich passionierte Zugfahrerin. Die Bahnverbindungen in der Schweiz sind sehr gut. Ich habe mir sogar noch einen Tagestrip ausser der Reihe gegönnt – von Zürich nach Mailand. Das war ein echtes Highlight und hat mich etwas aus der bisweilen nostalgischen Stimmung bezüglich der entschwundenen Jugend gerissen.