Schon mehrere Jahre arbeite ich als Assistentin der Geschäftsleitung bei einem Hersteller für Wohnmöbel im oberen Preissegment. Mir bringt der Job Spass, und ich finde es interessant, häufig unmittelbar an unternehmerischen Entscheidungen beteiligt zu sein. Ich kriege viel mit, was mir möglicherweise eines Tages nützlich sein wird, wenn ich meine eigene Firma leite.

So hat sich mein Boss beispielsweise für eine Unternehmen Versicherung der SWICA entschieden. Diese Gesundheitsorganisation erfreut sich in der Schweiz eines guten Rufs als Dienstleistungsunternehmen. Ich las kürzlich in einer Selbstdarstellung, dass SWICA die Treue und Eigenverantwortung ihrer Versicherten belohnt. Das dürfte Musik in den Ohren meines Chefs sein, und ich sehe das auch positiv. Mir gefällt ausserdem, dass sich diese Krankenversicherung explizit dazu bekennt, für die Solidarität zwischen den Geschlechtern und den Generationen einzustehen. Auch auf Gegenseitigkeit zwischen gesunden und kranken Mitbürgern wird offenbar grösster Wert gelegt. Das klingt für mich tatsächlich wie eine Philosophie und nicht so abgedroschen wie „Nachhaltigkeit“, „Wertschätzung“ und ähnliche Modebegriffe mehr.

Jedenfalls konnten wir hier im Hause feststellen, dass Care Management nicht nur ein Wort ist. 70 Care Manager mit Erfahrung sind im Einsatz, um dafür zu sorgen, dass erkrankte Mitarbeiter oder solche, die einen Unfall erlitten haben, bestmöglich behandelt und betreut werden und sich rasch erholen. Unser Chefdesigner hatte beispielsweise einen schlimmen Unfall beim Snowboardfahren, und noch heute schwärmt er davon, wie gut auf ihn geachtet wurde. Ein komplizierter, mehrfacher Armbruch ist für einen Künstler wie ihn eine existenzielle Bedrohung.
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